Eishockey auf dem Weg zur Trend-Sportart

Bedeutung des Eishockey als Mannschaftssport

Eishockey ist in Nordamerika, Skandinavien, Russland, Tschechien und der Slowakei eine äußerst populäre Mannschaftssportart. In Kanada gilt Eishockey bei einem Großteil der Bevölkerung als Lieblingssportart, die in über 3000 Eishockey-Stadien betrieben wird. Die nordamerikanische National Hockey League NHL, in der kanadische und US-amerikanische Teams vertreten sind, hat einen weltweit exzellenten Ruf als Profi-Liga.

Eishockey in Deutschland

Bis zur Einführung der Deutschen Eishockey League DEL im Jahr 1994 führte der Eishockey-Sport in Deutschland ein Schattendasein und erlebte seinen einzigen internationalen Höhepunkt bei den Olympischen Winterspielen 1976 in Innsbruck mit dem Gewinn der Bronze-Medaille. Durch die Professionalisierung des Eishockey-Sports in der DEL ist der Sport immer häufiger in den Medien präsent und in der Bevölkerung hinter Fußball und Handball an die dritte Stelle der Mannschaftssportarten aufgerückt. Die deutsche Nationalmannschaft gehört bei den internationalen Turnieren mittlerweile regelmäßig zu den acht besten Teams der Welt.

Wie wird Eishockey gespielt?

Fünf Feldspieler und ein Torwart spielen auf einer 60 x 30 m großen Eisfläche gegeneinander und versuchen mit ihren Schlägern den Puck ins gegnerische Tor zu schießen. Die Spielzeit ist in drei Drittel zu jeweils 20 Minuten Netto-Spielzeit aufgeteilt. Die Spieler werden mehrfach meist in Dreier-Reihen im laufenden Spiel ausgewechselt. Auf dem Eis befinden sich auch ein Schiedsrichter und zwei Linienrichter.

Nationaler Eishockey-Betrieb

In Deutschland sind in der Profi-Liga DEL die 15 besten Teams vertreten. Sie treten pro Saison jeweils viermal gegeneinander an und ermitteln anschließend in Playoff-Spielen der besten acht Mannschaften den Deutschen Eishockey-Meister. Ab der Saison 2008/2009 wird auch wieder ein Absteiger ausgespielt werden. Unterbau zur DEL ist die 2. Bundesliga mit 14 Teams. Parallel zum Ligabetrieb wird der Deutsche Eishockey-Pokal ausgespielt.

Internationale Eishockey-Turniere

Die wichtigsten internationalen Eishockey-Veranstaltungen sind die Olympischen Winterspiele und die Weltmeisterschaften. Das letzte olympische Eishockey-Turnier gewann Schweden 2006 in Turin. Für die europäischen Nationalmannschaften sind die jährlich ausgetragenen IIHF-Weltmeisterschaften von großer Bedeutung. 2010 wird das Turnier in Deutschland stattfinden. Die Kanadier und die Russen sind die häufigsten WM-Gewinner vor den Tschechen und den Schweden. Das deutsche Eishockey-Nationalteam konnte bis heute zwei Silber- und zwei Bronze-Medaillen gewinnen.