Eiskunstlauf - Sport und Show

Allgemeines zum Eiskunstlauf

Eiskunstlauf zählt neben Eisschnellauf, Eishockey und Eisstockschießen zu den bekanntesten Eissportarten. Ziel des Eiskunstlaufs ist die kunstvolle Ausführung verschiedener Elemente wie Sprünge, Schritte, Kurven und Pirouetten auf dem Eis. Wie viele andere Sportarten auch, kann Eiskunstlauf sowohl als Leistungs-, als auch als Freizeitsport betrieben werden. Wer Leistungssportler werden und vielleicht sogar auf nationaler oder internationaler Ebene vordere Plätze belegen will, muss sehr früh, am besten schon zwischen 3 und 4 Jahren, mit dem Eiskunstlauf beginnen.
Eiskunstlauf als Freizeitsport ist jedoch in fast jedem Alter möglich. So gibt es nicht wenige Personen, die noch im Erwachsenenalter mit dem Eiskunstlauf begonnen haben und nun regelmäßig in einem der zahlreichen Eislaufvereine trainieren.
Die einzelnen Diszplinen des Eiskunstlaufs sind Einzellauf (Damen und Herren), Paarlauf und Eistanz.

Alters- und Leistungsklassen

Bei nationalen Wettbewerben wird in Leistungsklassen unterschieden, dabei haben einige dieser Klassen jedoch Alterslimitierungen. Es gibt Anfänger-, Neulings-, Nachwuchs-, Jugend-, Junioren- und Meisterklassen. Aus den Reihen der Meisterklassen werden jeweils die Deutschen Meister ermittelt.
International wird nur zwischen Junioren- und Meisterklassen unterschieden. In der Juniorenklasse beträgt das Mindestalter für Wettbewerbe 10 und für Meisterschaften 12 Jahre, das Höchstalter bei Damen 16 und bei Herren, Paaren und im Eistanz 18 Jahre.
In den Seniorenklassen beträgt das Mindestalter für Wettbewerbe 12 und für Meisterschaften 14 Jahre. Nach oben gibt es keine Altersgrenzen. Aus den Teilnehmern der Meisterklassen werden jeweils die Europa- und Weltmeister sowie die Olympiasieger ermittelt.

Teildisziplinen der Eiskunstlauf-Wettbewerbe

Jeder Eiskunstlauf-Wettbewerb besteht aus zwei Teilen, dem Originalprogramm (Kurzprogramm) und der Kür.
Im Originalprogramm sind innerhalb von höchstens 2 Minuten und 60 Sekunden 8 Elemente nach freigewälter Musik zu absolvieren. Die Bewertung erfolgt nach vorgegebenen Kriterien mit einer Skala von 0 - 6 Punkten mit Zehntelabstufungen. Es werden zwei Noten vergeben, eine für die Ausführung der Elemente und die zweite für die Zusammenstellung und die Art der Vorführung. Das Kürlaufen im Eiskunstlauf besteht aus Sprüngen, Sprungkombinationen, Sprungsequenzen, Pirouetten und Schrittfolgen, die in einem ausgewogenen Verhältnis innerhalb einer vorgeschriebenen Zeit nach freigewählter Musik choreografisch zur Kür zusammengestellt werden. Im Paarlaufen kommen noch Hebungen, Wurfelemente und Todesspiralen hinzu. Im Eistanz sind jedoch Sprünge verboten, hier zählt nur die Art und Weise der Ausführung der verschiedenen Tänze, wie Pflicht-, Original- und Kürtänze.