Die Ausrüstung für den Eisschnelllauf

Die Schnelllauf-Schlittschuhe haben eine sehr lange Kufe, die bis zu 45 cm lang sein kann. Die Kufen sind ca. einen Millimeter breit. Die Schuhe werden geschnürt und bestehen aus Ziegenleder. Sie reichen bis unter den Knöchel. Die Kosten liegen bei 500 € aufwärts. Oft nutzen die Eisschnelläufer die Schuhe barfuß, denn so können sie den Untergrund besser fühlen, was für ihre Leistung entscheidend sein kann. Die Läufer tragen einen einteiligen, hautengen aerodynamisch sinnvollen Anzug.

Der Laufstil beim Eisschnelllauf

Beim Eisschnelllauf stösst sich der Eisschnellläufer mit den Beinen zur Seite ab, was zu einer S-förmigen Laufspur führt, die aber die höchstmögliche Geschwindigkeit zulässt. Eisschnellläufer müssen dabei tief in die Hocke gehen und den Oberkörper nach vorne beugen.

Die Laufbahn beim Eisschnelllauf

Die Laufbahn ist eine ovale Bahn, die 400 m lang ist. Es sind zwei Spuren abgeteilt, so dass immer zwei Läufer nebeneinander laufen können. Auf der Wechselgeraden wechseln die Läufer dann jede Runde von der Innen- auf die Außenbahn oder andersrum, um die mehr oder weniger gelaufene Strecke auszugleichen.

Die Geschichte des Eisschnelllauf

Bereits in der Jungsteinzeit (4000 - 1750 v. Chr.) wurde Eisschnelllauf als Sport betrieben. Damals wurden die Schlittschuhe aus den Mittelfußknochen von Pferd oder Rind gefertigt. Fortbewegt wurde sich damals noch mit Hilfe von Stöcken, wie es heute im Skisport betrieben wird.

Doch erst im Jahr 1300 n. Chr. wurden die ersten Eiswettrennen ausgerichtet, und zwar in Holland. Aus dem Jahr 1604 stammen die ersten Zeichnungen über den Eislauf in Amerika. Im Jahr 1815 wurde in Berlin die erste professionell betriebene Eisbahn eröffnet. Im Jahr 1974 wurde der hautenge Anzug erfunden, der damals noch verspöttet wurde. Jedoch erreichte Franz Krienbühl im Alter von 47 Jahren mit diesem Anzug den achten Platz bei der Olympiade 1976, was die Ansichten über den aerodynamischen Anzug sehr schnell veränderte. Heute wird er von allen Eisschnellläufern getragen. Erst im Jahr 1987 wurde die erste 400m-Bahn in Deutschland eröffnet. Heutzutage ist der Eisschnelllauf zu einer beliebten Sportart geworden, die auch auf internationalen Wettkämpfen sehr erfolgreich ist.