Skeleton - kopfüber auf dem stählernen Olympia-Schlitten

Seit 1926 olympische Disziplin

Seit 1926 zählt das Skeleton neben dem Bobsport und dem Rennrodeln offiziell zu den olympischen Disziplinen. Lange Zeit unbeachtet, wurde es 2002 bei den olympischen Winterspielen in Salt Lake City im Bundesstaat Utah/USA, erstmals seit 1948 wieder in das olympische Programm integriert.

Besonderer Schlitten sucht besonderen Fahrer

Das Besondere am Skeleton sind zwei Dinge: Zum Einen der Schlitten und zum anderen die Position des Rodlers. Der Art des Schlittens hat die Sportart ihren ungewöhnlichen Namen zu verdanken. Wie ein stählernes Skelett wirkt er nämlich, der zwischen 33 und 37 kg schwere Schlitten aus Stahl. Und auf diesen legt sich der Fahrer hin, er fährt nicht im Sitzen. Und zwar legt er sich bäuchlings mit dem Kopf in Fahrtrichtung auf das Skeleton-Gefährt.

Skeleton ist waghalsig?

Diese Kombination aus Stahlgerippe und kopfüber darauf liegendem Fahrer wirkt auf mit dem Sport unvertraute Zuschauer extrem waghalsig. Auch die Daten sprechen für sich: So erreichen die Skeleton-Fahrer eine Geschwindigkeit von bis zu 130 km/h und befinden sich dabei kaum fünf Zentimeter über der eisigen Rennstrecke. Doch laut dem Bayerischen Skeleton-Club trägt ein geübter Sportler in der Regel höchsten Abschürfungen von seinen Trainingseinheiten nach Hause im Gegensatz zu den öfter mit Brüchen endenden Sportarten Bobfahren und Rennrodeln.

Ausdauer und Muskelkraft

Um sicher mit dem Skeleton-Schlitten fahren zu können, muss der Sportler jedoch sehr gut trainiert sein. Er sollte Ausdauer und Muskelkraft besitzen, die ihn dazu befähigen eine zum Rodeln notwendige Körperspannung aufzubauen und zu halten. Und je besser er die Eigenheiten seines Gefährtes und den Verlauf der Skeleton-Strecke kennt, desto eher wird er als Sieger aus dem Rennen hervorgehen.

Passende Kleidung

Doch praktisch braucht es natürlich noch ein wenig mehr als das stählerne Skelett, um Skeleton fahren zu können. Der Fahrer trägt einen speziellen Sportanzug, einen Helm und Schuhe mit Spikes. So ausgestattet kann der Winterspaß beginnen.