Die Geschichte des Skilanglauf

Der Skilanglauf gehört zu den beliebten nordischen Wintersportarten und ist zur Fitness eine sehr vorteilhafte Sportart. Fast alle Muskeln werden beim Skilanglauf beansprucht. Die Geschichte des Skilanglaufs lässt sich einige tausend Jahre zurück verfolgen. Ein entsprechender Wettkampf dieser Sportart, der in der Regel in welligem und flachen Terrain ausgetragen wird, fand erstmals Ende des 19. Jahrhunderts in den skaninavischen Ländern statt. Der Skilanglauf der Männer gehört seit den Olympischen Winterspielen 1924 fest zum olympischen Programm. Im Jahre 1952 wurden dort auch Wettkämpfe für Frauen eingeführt. Organisiert werden diese wichtigen Wettkämpfe von dem Weltverband FIS. In den 80er Jahren setzte sich als Weiterentwicklung vom Halbschlittschuhschritt eine Fortbewegungstechnik, die Skating genannt wird, durch. Diese Wintersportart ist unter anderem mit dem Biathlon, der Nordischen Kombination sowie dem Nordic Walking verwandt.

Ausrüstung und Technik des Skilanglauf

Die allgemeine Ausrüstung für den Skilanglauf sind zwei Langlaufski, zwei Laufstöcke sowie ein Paar spezielle Langlaufschuhe. Die Spitze des Ski ist nach oben gebogen und die Mitte ist wegen der Skispannung nach oben gekrümmt. Die Gleitzonen sollten regelmäßig einer Gleitwachs-Behandlung unterzogen werden, damit der Belag vor Korrision geschützt ist und eine optimale Gleiteigenschaft erzielt werden kann. Je nach der angewandten Lauftechnik werden spezielle Ski verwendet. Außerdem gibt es noch den sogenannten Kombiski, der für den klassischen Stil und ebenso auch für den Skating-Stil verwendet werden kann. Im klassischen Stil gibt es Fortbewegungstechniken, wie z.B. der Doppelstockschub, der Doppelstockschub mit einem Zwischenschritt und der Diagonalschritt. Beim Skating-Stil kann sich der Läufer mit dem Schlittschuhschritt, dem Skating 2:1 sowie dem Skating 1:1 fortbewegen. Weitere Skatingtechniken sind der Salamanderschritt, der Pendelschritt, der Siiotenschritt und der Double-Push. Hauptsächlich bei einer Abfahrt werden Techniken, wie Pflug, Bogentreten, Stoppsprung, Stockhebelbremse oder Telemark eingesetzt.

Wettkämpfe und Strecken vom Skilanglauf

Hauptsächlich in der Wintersaison finden zahlreiche Wettbewerbe statt. Der Skilanglauf-Weltcup findet jährlich statt und alle 2 Jahre die nordischen Skiweltmeisterschaften mit weiteren Wintersportarten. Bei den Olympischen Winterspielen, die in einem 4-Jahres-Zyklus stattfinden, werden 6 Wettbewerbe für Frauen und Männer ausgetragen. Der Sprint und Teamsprint wird auf Kurzstrecken ausgetragen, die etwa 1 - 1,5 km lang sind. Auf den etwa 15 km langen Ausdauerstrecken werden der Intervalstart, der Massenstart, die Doppelverfolgung und die Staffel-Läufe ausgetragen. Die Besonderheit der Doppelverfolgung ist, dass die erste Hälfte der Strecke klassisch und die zweite Hälfte nach einem Skiwechsel im Skating-Stil gelaufen wird. Der Breitensport wird jährlich als Wasalauf in Schweden, als schweizerischen Engadin Skimarathon und als König-Ludwig-Lauf in Oberammergau ausgetragen. Langlaufstrecken befinden sich überall dort, wo schneereiche Gebiete sind. Besonders in Skandinavien, Russland, Polen, Ukraine, Tschechien, Slowakei, Kanada, USA sowie einigen asiatischen Ländern ist dieser Sport besonders populär.