Skispringen

Skispringen ist sicherlich keine Sportart, die Laien besonders leicht nachmachen können, aber die Mischung aus Geschwindigkeit, Technik, Höhe und dem damit verbundenen Risiko zieht viele Zuschauer in ihren Bann.

Die Anfänge des Skispringens

Vergleicht man Aufnahmen von Skispringern Anfang des 20. Jahrhunderts mit den Springern von heute, fallen gravierende Unterschiede auf. Als 1876 die ersten Skisprungwettbewerbe in Norwegen stattfanden, waren Ausrüstung und Technik noch im Experimentierstadium. Unfälle mit Ski- und Knochenbrüchen waren keine Seltenheit. Spezielle Kleidung gab es noch nicht. Während des Sprunges wurde mit den Armen gerudert, da man annahm so eine größere Weite zu erreichen. Später wurden die Arme meist nach vorn gestreckt.

Die Skisprung-Technik heute

Die traditionelle Parallelhaltung wurde erst Anfang der 90er Jahre aufgegeben. Jan Boklöv aus Schweden war der erste, der mit den Ski ein V formte während des Sprunges. Dadurch konnte die Aerodynamik der Springer wesentlich verbessert werden und größere Weiten erzielt werden. Die Punktrichter reagierten anfangs mit schlechten Haltungsnoten, aber aufgrund der herausragenden Weitenerfolge setzten sich jedoch die V-Technik schließlich durch. Durch besondere Anzüge wird die Körperfläche der Skispringer erhöht und damit auch der Luftwiderstand. Durch diese neuen Materialien konnten die Sprungweiten in den letzten Jahren kontinuierlich erhöht werden.Besondere Aufmerksamkeit der Haltungsrichter bekommt jedes Mal der so genannte Telemark. Dabei handelt es sich um eine besondere Art der Landung, bei der die Skier nicht parallel aufgesetzt werden, sondern die Beine sozusagen im Ausfallschritt aufkommen. Das hintere Bein wird dabei wesentlich tiefer gebeugt als das vordere.

Rekordweiten

Beim Springen 1879 lag der weiteste Sprung bei 23 m. Sepp Bradl aus Österreich schaffte es 1936 erstmals über die 100 m Grenze. Bis 1950 stieg die Weite auf 150 m (Lars Grini, Norwegen). 1994 flog Toni Nieminen erstmals über 200 m, sein Rekordflug endete bei 203 m. 2005 stand Bjørn Einar Romøren die noch heute gültige Weite von 239 m in Planica. Janne Ahonen sprang am gleichen Tag sogar 240 m, stürzte allerdings bei der Landung, weswegen der Sprung nicht als gültig gestanden gilt.Übrigens wagen sich auch Frauen auf die Schanzen dieser Welt. Der Damenweltrekord liegt bei 206 Metern, gesprungen von Daniela Iraschko, Österreich.